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Saisonheft 2018 / 2019: Hier findet ihr unser aktuelles Saisonheft für die Spielzeit 2018/2019. Wir danken all unseren Sponsoren für ihre aktive Unterstützung. Wir würden uns freuen, wenn ihr diese bei euren nächsten Einkäufen berücksichtigen würdet.
Clubpokal 2017
Unter einem gemischten Teilnehmerfeld wurde auch dieses Jahr der Clubpokal 2017 ausgespielt. Im 15-15 K.O. System konnte sich Christine Sprengard durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch!
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Sportlerehrung 2017 Kreis Südwestpfalz
Franziska Schlachter und Sabina Stöckle werden für ihre sportlichen Erfolge in 2017 geehrt!

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Die Anfangsjahre der Kegelvereinigung Dellfeld (1934 - 1939)

 

Am 21. Juli 1934 wurde der Kegelclub Alle Neune Dellfeld im Gasthaus Schöpf in der Falkenbuscher Bahnhofstraße aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder vor 75 Jahren waren: Michael Blatt, Julius Emmerich, Jakob Guth, Peter Heck, Rudolf Henkel, Karl Maas, Heinrich Rosin, Helmut Rosin, Karl Schöpf und Ludwig Schöpf. Zum ersten Vorsitzenden des Vereins wählten 30 anwesende Personen Otto Grunder.

In den weiteren Jahren bis zu Beginn des Krieges standen Ruprecht Pfeiffer und Otto Maas an der Vereinsspitze. Gekegelt wurde in den Anfangsjahren auf einer provisorisch hergerichteten Holzbahn im Gasthaus Schöpf. Nach jedem Wurf mussten die Holzkegel von Kegelbuben wieder aufgestellt werden. Die Entlohnung dafür betrug 50 Pfennige pro Stunde. In dieser Zeit kannte man noch kein Sportkegeln, Geselligkeit wurde großgeschrieben und man pflegte Kameradschaft beim Gesellschaftsspiel. So wurde zum Beispiel im August 1935 ein Vereinsball und im Oktober des gleichen Jahres ein Preiskegeln veranstaltet.

Dem aufkeimenden Vereinsleben wurde durch den Kriegsbeginn ein jähes Ende gesetzt. Während des Krieges musste die Vereinstätigkeit ruhen, da der Saal im Anwesen Schöpf als Soldatenunterkunft genutzt wurde.

  

Neuanfang nach dem Krieg (1949 - 1958)

 

Nach dem Krieg fanden sich im Oktober 1949 wieder einige Kegelfreunde zusammen, um mit Mut und Energie den brachliegenden Vereinsleben zu einem Neuanfang zu verhelfen. Trotz der schlechten Zeiten und der geschlagen Wunden wurde dem Verein langsam neues Leben eingehaucht. In dieser schwierigen Nachkriegszeit lenkten Ernst Benoit, Alfred Maisch, Ludwig Utzinger und Paul Ritzau die Geschicke des Kegelclubs Alle Neune. Jetzt wurden erste Kontakte zu auswärtigen Kegelvereinen geknüpft und man traf sich anfänglich zu gemeinsamen Gesellschaftsspielen; später entstand daraus ein sportlicher Wettbewerb. Im Januar 1958 entschloss sich die Vereinsführung, auch Frauen in den Verein aufzunehmen. 7 spontan beigetretene Frauen gründeten die erste Frauenabteilung des Vereins. Dies waren: Ilse Ziliox, Luise Semar, Else Christmann, Hedwig Rothhaar, Luise Maas, Lilli Huber und Lina Utzinger. Doch schon bald darauf schien das Ende der Kegelvereinigung gekommen. Durch Vermietung des Saales konnte die alte Holzkegelbahn nicht mehr genutzt werden. Dies war Anlass für die Eigentümer der Gaststätte, Hans Semar, den Bau einer neuen Kegelbahn auf seinem Grundstück zu finanzieren. Im Gegenzug sollten die Vereinsmitglieder tatkräftig am Bau der Anlage mithelfen. Mit Fleiß und Idealismus wurde dieses große Vorhaben schließlich im Jahr 1958 angegangen. Mit vereinten Kräften gingen die Männer des Kegelclubs ans Werk, um in vielen freiwilligen Arbeitsstunden das neue Keglerheim zu vollenden.

  

Die ersten Jahre auf den neuen Bahnen (1959 - 1972)

 

Schließlich war das erstrebte Ziel im Januar 1959 erreicht: In fast einjähriger Bauzeit wurde eine für die damalige Zeit vorbildliche Anlage mit 2 Asphaltbahnen geschaffen. Dies war damals im Raum Zweibrücken einmalig. Auf das Geleistete konnte die Dellfelder Keglerfamilie mit ihrem 1. Vorsitzenden Paul Ritzau zu Recht stolz sein.

Zur Einweihung konnte das Kegelsportabzeichen erworben werden. Für viele etwas vollkommen Neues. Dies war für die Dellfelder Kegler die Geburtsstunde des Sportkegelns. In regelmäßigem Training wurden nach den Regeln des Verbandes 100 Wurf gespielt. Zunächst mussten auch auf den neu errichteten Bahnen die einzelnen Kegel von Kegelbuben aufgestellt werden. Dafür bekamen diese eine geringe Entlohnung. Doch schon im Jahr 1961 wurden die Bahnen von dem neuen Eigentümer automatisiert. Der Kegelsport in Dellfeld nahm von nun an einen steilen Aufschwung. Die Frauen spielten in der damaligen Zeit sehr erfolgreich auf Landesebene. Herausragende Dellfelder Keglerinnen und Kegler, wie Elfriede Stauch, Ludwig Utzinger und Willi Rothhaar, vertraten den Verein bei überregionalen Meisterschaften im ganzen Bundesgebiet sehr erfolgreich. Doch schon im Jahr 1972 sollten dunkle Wolken am erfolgsgewohnten Keglerhimmel aufziehen. Einen herben Rückschlag bedeutete damals die nicht abzuwendende Schließung der einheimischen Kegelbahn. Doch mit festem Willen und Zusammenhalt wurde nach Auswegen gesucht.

  

11-jähriges „Exil“ in Zweibrücken (1972 - 1983)

 

Ein neues Zuhause fanden die Dellfelder Kegler schließlich auf den Kegelbahnen der Familie Schuck am Zweibrücker Galgenberg. 11 lange Jahre musste Woche für Woche zum Training und zu Wettkämpfen nach Zweibrücken gefahren werden. Dies stellte eine erhebliche Belastungsprobe für den Verein dar. Doch wer geglaubt hatte, der Verein zerbreche an dieser Herausforderung, sah sich getäuscht. Einzig die Jugendarbeit litt unter diesen Trainingsbedingungen.

Die aktiven Sportkegler meisterten mit viel Idealismus auch diese Herausforderung und hielten dem Verein die Treue. In diese Zeit fällt der Bau eines vereinseigenen Grillplatzes in Verlängerung der Wachtelstraße am Falkenbusch. Die Kegler investieren sehr viel Zeit in den Bau des idyllisch gelegenen Platzes, den die Gemeinde Dellfeld zur kostenlosen Nutzung überlassen hatte. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1979 lud der KVD die Allgemeinheit zum jährlichen Grillfest ein. Damit sich die im „Exil“ weilenden Kegelvereinigung sehr eindrucksvoll bei der einheimischen Bevölkerung in Erinnerung gebracht. Auch die vereinsinternen Festivitäten wurden dort abgehalten. In all diesen bewegten Zeiten führte Paul Ritzau seit dem Jahre 1959 die Geschicke der Dellfelder Kegler. Nach 23- jähriger erfolgreicher Tätigkeit übergab „Unser Paul“ im Mai 1982 das Ruder an seinen Nachfolger Günter Utzinger.

  

Rückkehr auf die „neuen“ alten Bahnen (1983 - 1995)

 

Erneut wechselten die Eigentumsverhältnisse in der Dellfelderbahnhofstraße. Im Jahr 1983 wurde dort ein luxuriöser Tanzpalast mit Spielcasino und Gaststätte eingeweiht. Die im Nebengebäude befindliche alte Kegelbahnanlage wurde renoviert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dies war für die Kegler das Ende eines 11-jährigen „Exils“ in Zweibrücken. Gerade rechtzeitig – ein Jahr vor dem 50-jährigen Gründungsjubiläum – konnte der Verein wieder an den Heimatort zurückkehren.

Die erste Dorfmeisterschaft im Kegeln wurde dann im darauffolgenden Jahr unter großer Teilnahme ausgetragen. Zu dieser Zeit war bereits in den höheren Spielklassen vom Verband eine 4-Bahnanlage zwingend vorgeschrieben. Die erste Herrenmannschaft verzichtete fast jährlich auf den Aufstieg, da der Verbleib im Heimatort Vorrang hatte.

Dies änderte sich im Jahr 1989 mit der gleichzeitigen Erringung der Meisterschaft der 1. Herrenmannschaft und der Damenmannschaft. Aus sportlichen Gründen wechselten beide Mannschaften ins Kegelzentrum nach Zweibrücken. Der Verein war von nun an quasi zweigeteilt. Durch ein Feuer im Jahr 1990 wurde dem Unternehmen von Ernst Hörmann ein jähes Ende gesetzt. Vom Brand verschont blieb glücklicherweise die an das Hauptgebäude angebaute Kegelbahn. Ein Teil der Dellfelder Kegler konnte mit gemischten Gefühlen ihren Sport auf dieser Anlage noch bis ins Jahr 1995 ausüben. Damals war bereits klar, dass der Verein auf diesen Bahnen keine Zukunft haben wird.

Dies hat die Vereinsführung unter Vorsitz von Günter Utzinger veranlasst, Überlegungen über die Verwirklichung einer vereinseigenen Kegelbahn in Dellfeld anzustellen. Grünes Licht über die Errichtung einer Kegelbahn im geplanten Dorfgemeinschaftshaus bekam der Verein schließlich im Februar 1995 vom Gemeinderat. Von da an liefen die Planungen in Sachen Finanzierung, Zuschüssen und vielen anderen Dingen auf Hochtouren. Bereits im Jahr 1992 hatte sich die Kegelvereinigung ins Vereinsregister aufnehmen lassen. Von da an waren die Kegler ein eingetragener Verein mit allen Rechten und Pflichten.

  

Zweites „Exil“ in Zweibrücken (1995 - 1999)

 

Die Schließung der Kegelbahn durch den Insolvenzverwalter der Gläubiger drängte die Kegelvereinigung im Jahr 1995 dazu, sich erneut nach anderen Möglichkeiten der Sportausübung umzusehen. Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten, wechselte der gesamte Verein schließlich erneut nach Zweibrücken, diesmal ins Kegelzentrum nach Ixheim. Dort wurde Jahre zuvor eine in unserem Raum einmalige 8-Bahnen-Anlage in Betrieb genommen. Bereits ein Jahr später qualifizierte sich die erste Herrenmannschaft für den erneuten Aufstieg in die 2. Landesliga, leider nur für zwei Jahre. Die Damen mussten nach 8-jährigem Gastspiel in der 2. Landesliga im Jahr 1997 den Weg nach unten antreten.

  

Aufbruchsstimmung (1996 - 1999)

 

Bereits Anfang der 90er Jahre reifte in den Köpfen der politisch Verantwortlichen der Entschluss, die Planung für ein Dorfgemeinschaftshaus in zentraler Lage in Dellfeld aufzunehmen. In Absprache mit der Vereinsführung waren ebenso Überlegungen über die Realisierung einer 4-Bahnen-Kegelanlage im Erdgeschoss des geplanten Gebäudes angestellt worden. Hier bewies die Vereinsführung unter Vorsitz von Günter Utzinger den Mut, die Gunst der Stunde zu nutzen, um den Bau einer Kegelbahn in Angriff zu nehmen. Schon damals war man sich bei den Verantwortlichen des Vereins bewusst, dass dieses Projekt ohne erhebliche Eigenleistung nicht zu realisieren wäre.

Im August 1996 war es dann schließlich so weit: Baubeginn!

 

Nun hieß es auch für die Mitglieder des Kegelvereins, beim Bau mit anzupacken. In den kommenden drei Jahren leisteten die Vereinsmitglieder der „Alle Neune“ die beachtliche Zahl von mehr als 3000 Arbeitsstunden. Klaus Rothhaar hat die Planungs- und Koordinierungsarbeiten für den Innenausbau der Kegelbahn und des Vorraums übernommen – hierfür gebührt ihm besonderer Dank. Bereits im Juli 1999 baute die Firma Spellmann die gelieferte Kegelbahn ein. Übergabe an den Verein war dann am 05. August. Nach nur wenigen Wochen der Eingewöhnung wurde bereits die kommende Meisterschaftsrunde 1999 / 2000 auf den neuen Bahnen ausgetragen. Die Kegelvereinigung erfuhr von nun einen steten Aufschwung im aktiven Bereich. Durch das Interesse vieler Kinder und Jugendlicher am Kegelsport konnte wieder eine Jugendabteilung ins Leben gerufen werden.

  

Die Zukunft hat begonnen (1999 - 2009)

 

Mit der Fertigstellung der neuen Kegelbahn im August 1999 war absehbar, dass der Verein in sportlicher Hinsicht einer hoffnungsvollen Zukunft entgegensehen konnte. Die finanzielle Situation ist natürlich durch die Rückzahlung des Darlehens angespannt. Diese Last wird erst im jetzigen Jubiläumsjahr vom Verein genommen.

Mit einem Freundschaftsspiel gegen die Bundesligamannschaft der SG Zweibrücken haben die Dellfelder Herren die neuen Bahnen unter Echtbetrieb getestet. Sie wurden von allen Spielern für sehr gelungen beurteilt. Mit zwei Herren- und einer Damenmannschaft sind die Dellfelder in die neue Meisterschaftsrunde 1999 / 2000 gestartet. Erst am 31. März des darauffolgenden Jahres wurde das Gebäude durch den Rheinland-Pfälzischen Innenminister Zuber offiziell seiner Bestimmung übergeben. Regelmäßig werden auf den Dellfelder Bahnen auf Bezirks- und Stadtmeisterschaften ausgetragen.

In seiner Tätigkeit als 1. Vorsitzender hat sich Günter Utzinger sehr um den Verein verdient gemacht. Besonders die Verwirklichung des großen Ziels zum Ende seines Wirkens war für ihn ein Herzenswunsch. Nach 19 Jahren hat er im Jahr 2001 das Zepter an einen Jüngeren weitergegeben. Jürgen Schlachter steht seither dem Verein vor.

Erneut hatten die Dellfelder Damen im Jahr 2003, wenn auch nur für ein Jahr, den Sprung in die 2. Landesliga geschafft. Die gelang der 1. Herrenmannschaft erst zwei Jahre später, leider auch nur für ein Jahr. Einen erneuten Zuwachs von aktiven Sportkeglern erfuhr der Verein im Jahre 2005. Von zuvor 40 aktiven Sportkeglern, wuchs die Zahl in besagtem Jahr auf 51 Aktive.

Sportlicher Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Meisterschaftsrunde 2006 / 2007. Gleich vier Dellfelder Mannschaften, Herren 1 und 2, die Damen und die B-Jugend-Mädchenmannschaft, kamen zu Meisterehren. Dies war Anlass zu einer ausgiebigen Meisterschaftsfeier mit vorheriger Jubelfahrt durch die Heimatgemeinde. Die 1. Herrenmannschaft verpasste im Aufstiegsspiel in Mutterstadt leider den Sprung in die 2. Landesliga. Bedingt dadurch konnte auch die 2. Herrenmannschaft nicht aufsteigen. Für die Frauen blieb die Meisterschaft nachhaltig. Sie waren, nachdem das Relegationsspiel in Kaiserslautern erfolgreich bestritten war, erneut in die 2. Rheinland-Pfalz-Liga aufgestiegen, der sie bis heute (2009) angehören.

Im jetzigen Jubiläumsjahr (2009) zählt die Kegelvereinigung Dellfeld e.V. insgesamt 111 Mitglieder. Männer, Frauen und Jugendliche befinden sich in sechs Mannschaften im sportlichen Wettbewerb.